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WO WIR SIND

60 km von Wien – im 1er Haus in Kirchberg am Wagram

 

WARUM WIR SIND WO WIR SIND

Die Auseinandersetzung mit dem architektonischen Bestand, dessen Neuinterpretation und Erweiterung alter Gebäude ist eine unserer Kernkompetenzen. Nachhaltiges Bauen mit dem Werkstoff Holz eine Vorliebe. Naheliegend die eigene Architekturwerkstatt in einem Haus mit Geschichte einzurichten. Das Haus Marktplatz 1 ist seit jeher ein funktionaler Hybrid. Gemischtwarenhandel, Großhandel, Blumenmarkt, heute ein Architekturbüro.

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HISTORISCHES UMFELD

Nicht nur deswegen, weil es die Hausnummer „1“ trägt, sondern weil es auf vielfältige Weise mit der Geschichte Kirchbergs verbunden ist. Aus der Anfangszeit dieses Hauses ist nur bekannt, dass es aus einer Doppelparzelle entstanden ist. Fundamente der ehemaligen Trennmauer sind noch im Hof zu erkennen.

1649 ist es im Besitz des Handelsmannes Peter Platzer aus Ybbs. Dessen einziges, nicht von der Pest hinweggerafftes Kind Peter Platzer, heiratet 1668, erst 17jährig, aber schon als „Handelsmann“ bezeichnet. 1674 stirbt er im Alter von 24 Jahren.

Bereits 6 Wochen später vermählt sich seine Witwe mit Joan Christoph, dem Sohn des reichen Kirchberger Handelsmannes und Marktrichters Georg Ambrosius Beer, der dem jungen Paar sofort das „Bärenhaus“ erbaut. 1688 betreibt Joan Christoph auf dem Einserhaus einen Gemischtwarenhandel, während als Besitzer des Bärenhauses bereits sein 9-jähriger Sohn aufscheint. Dieser wird später ebenfalls Marktrichter, erwirbt 1728 das Einerhaus vom Passauer Domkapitel, geht aber 1641 in Konkurs.
1739 kommt nun Jonas Franz Delapina aus Purgstall als Pfarrer nach Kirchberg. Ihm folgt sein jüngerer Bruder Anton, der 1744 das Einserhaus erwirbt. Kein anderes Haus in Kirchberg ist so lange in Besitz einer Familie. Mit der Geburt des ersten Sohnes im Jahr 1755 wird eine weitere Tradition der Familie Delapina begründet: der Stammhalter heißt immer Franz.

Nachdem Dr. Ernst Delapina 1972 das Geschäft, das noch lange nach dem 2. Weltkrieg als Großhandel die Geschäfte der Umgebung beliefert hatte, aufgab, war es einige Jahre gesperrt, ehe es als „Tonis Blumenstube“ im wahrsten Sinn des Wortes zu neuer Blüte erwachte. 2015 erwarb Laurenz Vogel das Haus und wandelte es in den kommenden 2 Jahren zu einem Architekturbüro. Seit 2016 ist das Büro Laurenz Vogel Architekten in den Geschäftsräumlichkeiten untergebracht.

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